Samstag, 11.07.
Liebes Tagebuch,
heute war endlich der große Tag! Morgens haben mich meine Eltern am Ostbahnhof verabschiedet. Ich war ganz schön aufgeregt, aber auch gespannt, wer alles mitfährt. Am Ostkreuz mussten wir noch etwas auf den Zug warten. Damit uns nicht langweilig wurde, haben wir schon die ersten Kennenlernspiele gespielt. Das war richtig lustig und ich habe direkt ein paar neue Leute kennengelernt.
Dann ging es mit dem Zug und später mit dem Bus weiter bis zum Camp am Briesensee. Als wir angekommen waren, wurden wir erst einmal begrüßt und haben eine wichtige Belehrung bekommen, damit wir wissen, was hier alles wichtig ist.
Danach gab es Mittagessen. Es gab Nudeln mit Gemüsebolognese, Käse und sogar Basilikum als Topping. Das war richtig lecker!
Nach dem Essen haben wir noch mehr Kennenlernspiele gespielt. Am Ende durften wir uns sogar unseren Bezugsbetreuer aussuchen. Das fand ich richtig cool, weil man sich den aussuchen konnte, bei dem man sich am wohlsten fühlt.
Anschließend ging es ans Beziehen der Zelte. Wir haben uns in Gruppen eingeteilt, unsere Zelte ausgesucht, die Isomatten ausgelegt, die Schlafsäcke ausgerollt und unsere Koffer eingeräumt. Jetzt fühlt sich das Zelt schon fast wie ein kleines Zuhause an.
Danach hatten wir Freizeit. Wir haben Karten gespielt, Stille Post gespielt, waren am Strand, haben Badminton gespielt und einfach zusammen Spaß gehabt. Baden waren wir auch. :)
Zum Abendessen gab es Stullen, Gurkensalat, noch einmal Nudeln sowie ganz viel Obst und Gemüse. Danach sind viele von uns noch einmal an den Strand gegangen. Dort haben wir Volleyball und Fußball gespielt und den Abend gemeinsam ausklingen lassen.
Irgendwann waren wir alle ziemlich müde und es war Zeit für die Nachtruhe. Der erste Tag war richtig aufregend und ich freue mich schon darauf, was wir morgen alles erleben werden!
Sonntag, 12.07.
Logbuch Eintrag vom Captain der Paddelkids Flotte 13.Juli.2026
Ahoi Matrosen,
nach unserem ersten Frühstück hieß es klar Schiff machen und mit den Kanus ins Wasser, um die Weiten des Briesensees zu erkunden.
Für unsere Kleinen stand heute die große Kanu-Olympiade an. Hier konnte jede/r in spannenden Geschicklichkeits-, Vertrauens- und Paddelübungen seine/ihre Kanu und Paddelkenntnisse verbessern. Denn wie zieht man nochmal eine Rettungsweste an? Und schaffe ich es ins Kanu einzusteigen, ohne dass ich und mein Team im Wasser landen?
An kleinen Stationen konnten die Teams den Ablauf eines Kanuausfluges erlernen. Tauziehen mit Kanus oder auch der kleine Ausflug zur Sanddüne in der Mitte des Sees kamen dabei besonders gut an. Denn welcher Pirat versucht nicht neue Inseln zu erkunden und neues Gewässer zu kapern?
Nach der erfolgreichen Erkundungstour roch es schon gut aus der Kombüse. Es war Zeit sich für die geplante Eroberung der Sanddüne mit einer Chilli sin oder con Carne zu stärken.
Nach dem Mittagessen ging es los. Einige mit dem Kanu, andere unauffällig über den See schwimmend, näherten sie sich der Düne. Nach einer erfolgreichen Besiedelung der kleinen Insel durch den Bau der ersten Sandburg auf der Insel ging es wieder zurück zum Camp.
Nach diesem anstrengenden Tag, nach so viel Schwimmen, Paddeln und Erkunden, war es irgendwann höchste Zeit es sich in den Betten gemütlich zu machen. Nun schläft das Camp und man hört nur noch das Quarken der Frösche im See. Wie lange die Sandburg wohl stehen bleibt?
Montag, 13.07.
Hallo zusammen,
heute schreibe ich mal das Tagebuch. Es ist zwar mein erstes Mal, aber nach diesem Tag fällt das Schreiben gar nicht schwer.
Heute Morgen wurden wir um 9:00 Uhr geweckt. Nach dem Frühstück haben wir unsere Lunchboxen ganz alleine am Buffet gepackt, weil wir in den Kletterwald gefahren sind.
Um 13:00 Uhr kamen wir nach einer kurzen Busfahrt im Kletterwald an. Dort wurde bis 16:00 Uhr geklettert. Das war richtig cool! Manche Kinder haben sogar ihre Höhenangst überwunden und sich getraut, den Freifallsprung auf der schwersten Strecke zu machen. Das war echt mutig! Wer nicht klettern wollte, hat mit Stella, Basti und den anderen Betreuern auf den Bänken gesessen. Dort haben wir Durak, Mogelmotte und Uno gespielt. Langweilig wurde uns dabei auf keinen Fall.
Während wir noch geklettert haben, sind Basti und ein Betreuer nach Lübben zum Marktkauf gefahren, um für die nächsten Tage einzukaufen. Sie haben erzählt, dass sie dort fast mit einem Service-Roboter zusammengestoßen wären. Zum Glück ist nichts passiert und sie haben den ganzen Einkauf sicher zurück ins Camp gebracht.
Nach dem Klettern mussten wir leider ziemlich lange auf den Bus warten. Ganze zwei Stunden! Aber das war gar nicht schlimm. Erst sind viele von uns noch schnell zu Edeka gegangen und danach wurde die Bushaltestelle einfach zur Party. Wir haben zu Cotton Eye Joe und Macarena getanzt, zusammen eine riesige La-Ola-Welle gemacht und sogar ein Schild gemalt, auf dem stand: „Hupt für die Kinder!!“ Das hat richtig gut funktioniert. Ganz viele Autos, LKWs und sogar Radfahrer haben gehupt und wir haben jedes Mal laut gejubelt.
Zurück im Camp haben viele am Strand gechillt oder Beachvolleyball gespielt.
Zum Abendessen gab es Fischstäbchen mit Spinat und unglaublich 12 Kilogramm Kartoffelbrei. Nach dem vielen Klettern hatten wir riesigen Hunger und fast alles wurde aufgegessen.
Vor dem Essen haben wir noch einen besonderen Gast entdeckt: eine richtig dicke, aber total süße Blindschleiche. Wir fanden sie alle richtig niedlich und hoffen jetzt, dass sie uns vielleicht im Kampf gegen die unzähligen Ameisen im Camp hilft.
Jetzt sind alle glücklich, satt und haben richtig gute Laune. Es macht jeden Tag mehr Spaß und wir sind eine richtig tolle Gruppe.
Bis morgen!
Dienstag, 14.07.
Liebes Tagebuch,
heute morgen nach dem leckeren Frühstück gab es gleich Action. Basti hatte in der Nacht seinen Transporter in den Sand festgefahren und kam da nicht mehr raus. Er schnappte sich ein paar Betreuer und ein paar Kinder, die versuchen sollten mit Schieben den Transporter zu befreien. Ich durfte einer der Auserwählten sein. Leider klappte es nicht so, wie geplant. Der Transporter steckte zu fest im Sand und grub sich bei jedem weiteren Versuch weiter ein. Auf einmal kam ein anderer Camper und bot seine Hilfe an. Dieser ging daraufhin sein Auto holen. Wir hatten schon einige Witze gemacht, dass er mit einem Twingo um die Ecke kommt, um Bastis Transporter herauszuziehen. Aber dann kam er einfach mit einem Mercedes Geländewagen an, so als ob er damit auf Safari geht. Schnurstracks band der Mann ein Abschleppseil um Bastis Transporter herum und fing an Gas zu geben. Es hat nicht lange gedauert bis wir mit der Bergungsaktion erfolgreich waren.
Leider spielte das Wetter nicht so mit wie am Vortag angekündigt. Wir wollten ja eigentlich die Nacht schon draußen schlafen, aber am späten Abend drehte sich die Vorhersage und es wurden Regen und Gewitter angezeigt. Und genauso kam es auch. Der Himmel zog sich immer weiter zu, bis es tatsächlich anfing zu regnen. Eigentlich wollten wir passend zum ersten WM Halbfinale eine Fun Olympiade starten, aber die fiel leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Stattdessen überlegten die Betreuer sich eine coole Alternative, nämlich Schlag den Teamer mit Minispielen, die im großen Essenszelt stattfinden sollten. Bei Schlag den Teamer treten normalerweise immer eine Bezugsgruppe gegen einen Betreuer in einem Minispiel an. Alles wird gelost - die Gruppe, der Betreuer und das Spiel. Weil aber die Bezugsgruppen unterschiedlich groß sind, wurden die Kinder als Zeltgruppe zugeordnet. Wie auch immer, die ganze Vorbereitung war am Ende leider umsonst, denn die meisten Betreuer waren dann aufgrund des Wetters und anderen plötzlich auftretenden Umständen mit anderen (in dem Moment wichtigeren) Aufgaben beschäftigt. Die verbliebenen spielten dann halt so mit uns einige Kartenspiele oder irgendwelche anderen Spiele.
Währenddessen wurde das Mittagessen vorbereitet. Es gab leckere Bowl. Ein buntes Allesmögliche. Es gab gekochten Reis, gekochtes Gemüse, Salate, frische Paprika, Mais, Zwiebeln, Tofu und gebratenes Hähnchen Geschnetzeltes. Und natürlich verschiedene Soßen. Davon konnten wir uns den Teller voll machen.
So nach und nach ließ der Dauerregen dann ab und wir konnten nach dem Essen doch noch mit dem eigentlichen Tagesplan weitermachen. Es wurden verschiedene Dekorationen für das Halbfinalspiel zwischen Spanien und Frankreich gebastelt. Lange Papierketten mit roten und gelben Papier für Spanien und das gleiche mit blauen, weißen und roten Papier für Frankreich. Außerdem haben wir Fahnenketten mit französischen und spanischen Flaggen gemacht. Und Tischdeko wurde auch hergestellt.
Danach mussten wir unsere Zelte aufräumen und hier und da von Ameisen befreien, aber das war auch bitter nötig, weil unsere Zelte aussahen wie bei Hempels unterm Sofa. Danach konnten wir duschen gehen und uns ready machen für das Spiel. Als wir alle fertig geduscht waren, gab es gleich Abendbrot und währenddessen wurden eine Leinwand und ein Beamer aufgebaut, denn der große Abschluss des Tages war, dass wir uns das Halbfinalspiel ansehen durften. Ich war für Frankreich, weil da wenigstens richtige Fußballer spielen und nicht wie bei Spanien, wo ein Handballer aushelfen muss. Leider hat Spanien gewonnen, aber das gemeinsame Beisammensein war trotzdem mega cool. Es gab sogar Snacks und kinderfreundliche Cocktails.
Nach dem Spiel war es dann Zeit für die Nachtruhe.
Ich werde mich dann mal aufs Ohr hauen und Frankreichs Niederlage verarbeiten.
Bis morgen
Mittwoch, 15.07.
Liebes Tagebuch:
Guuuuten Mooorgen. Heute war ein ganz besonderer Tag, denn wir sind zu den Spreewelten gefahren!! Auf diesen Ausflug habe ich mich die letzten Tage schon sehr gefreut.
Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht (Ameiseninvasion) gab es ein kurzes Frühstück. Lunchpakete wurden geschmiert und dann ging es auch schon zügig zum Bus. Die Fahrt war etwas kompliziert, denn wir mussten in einen anderen Bus umsteigen und dann nochmal in einen Zug. Den Zug haben wir auch nur gerade so bekommen und ist eine Minute nach unserer Ankunft gleich abgefahren. Puuuuh das war knapp. Dann waren wir endlich da und die Spreewelten hatten meine Erwartungen mehr als erfüllt. Es machte einfach sooo viel Spaß im Wellenbad, sich im Strudel treiben zu lassen und natürlich mein Highlight: die Rutschen. Bisschen schade war, dass die Anzeige kaputt war und ich meine Rutschzeit nicht messen konnte. Außerdem konnte ich die Pinguine begutachten und sich ganz entspannt im „heißen“ Becken ausruhen. Nach einigen erlebnisreichen Stunden war der Spaß leider auch schon wieder vorbei und die Rückreise wurde angetreten. Zuerst machten wir einen Halt bei Rewe und alle hatten sich das Eis, bei den Temperaturen an die 30 grad Celsius, mehr als verdient.
Als wir auf den Bus gewartet haben, hatte ich großen Spaß beim Rätsel raten. Bin jedes Mal wieder erstaunt wie viele Rätsel unsere Betreuer*innen kennen :))
Nachdem wir ganz schön erschöpft im Camp wieder angekommen sind, gab es Hotdogs und wir haben das Halbfinale England gegen Argentinien angeguckt. Messi hat wieder abgeliefert und Argentinien ist verdient ins Finale eingezogen.
Nun bin ich super müde und liege schön eingekuschelt in meinem Schlafsack und freue mich auf eine hoffentlich erholsame Nacht.
Bis morgen und liebe Grüße vom Briesensee
Donnerstag, 16.07.
Liebes Tagebuch,
kaum zu glauben, dass heute schon unserer letzter Tag im Camp war. Wir haben alle zusammen dafür gesorgt, dass er ein ganz besonderer wird. Für manche hat er sogar schon als Abenteuer angefangen, da sie die Nacht sterneguckend am Strand verbracht haben. Nach einem gemütlichen Ausschlafen wurden wir mit Musik geweckt. So macht Aufstehen dann doch mal Spaß. Nach einem leckeren Frühstück haben die Workshops begonnen: Bei Simon konnten wir das herausfordernde Kartenspiel Doppelkopf lernen. Bei Pauls Rettungsschwimmerlehrgang hatten wir nicht nur Spaß, sondern lernten auch, wie wir uns in Notsituationen retten können. Mit Lona, Lara, Lina und Zora konnten wir unsere kreative Seite erweitern, denn dort konnten wir Armbänder knüpfen und Steine bemalen. Zuletzt konnten wir uns noch gemeinsam mit Jonas auf eine kulinarische Reise nach Italien begeben und haben Zitronen-Erdbeer-Tiramisu selbst gemacht. Da war für jeden etwas dabei und alle konnten neue Einblicke in viele Bereiche bekommen. Zum Mittagessen gab es eine leckere Lasagne. Obwohl dort nur Gemüse drin war, hat sie uns unglaublich gut geschmeckt :) Im Anschluss konnten wir bei der Camp-Freizeit unsere Wünsche ausleben. An diesem sonnigen Tag waren manche von uns schwimmen oder mit dem Kanu unterwegs, während andere Durak, UNO oder Mogelmotte gespielt haben. Ferien und Freizeit sind einfach herrlich. Heute war außerdem ein besonderer Tag, denn Lona hatte Geburtstag! Das haben wir natürlich angemessen mit einer Torte gefeiert. Nach dem ausgiebigen Abendbrot konnten wir das Tiramisu probieren, das fanden wir alle megaa lecker. Der krönende Abschluss war dann unsere Paddelkids-Talentshow! Es gab Saltos, Jonglage, Tanz und sogar einen Theaterauftritt der Betreuer, welche unseren Aufenthalt aus Sicht der Ameisen nacherzählt haben. Zuletzt hat “Gucci Bra” den Abend mit seiner Gang beendet. Ein unvergesslich lustiges Konzert! Jetzt sind wir alle ziemlich müde und liegen in unseren Zelten, die in der letzten Woche zu unserem eigenen Reich geworden sind. Doch morgen kommen wir schon zurück. Diese Woche ist echt wie im Flug vergangen und ich freue mich euch noch viel mehr davon zu erzählen!
Gute Nacht und bis morgen!
Freitag, 17.07.
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