Tagebuch Sommer
Schweden 2026
Freitag, 07.08.
Endlich in Schweden! 🇸🇪
Liebes Tagebuch,
nach einer langen Nacht im Reisebus war es heute endlich so weit: Gegen 7 Uhr morgens kamen wir auf Bolmsö an. Uns erwartete typisch schwedisches Sommerwetter – angenehm frisch, eine leichte Brise strich über das Gelände und sorgte dafür, dass wir nach der Fahrt direkt wieder wach wurden. Schon beim Aussteigen konnten wir uns auf die kommenden Tage voller Abenteuer freuen.
Nach der Ankunft ließen wir es erst einmal entspannt angehen. Zwischen 10 und 12 Uhr konnten alle ganz flexibel frühstücken und die Zwischenzeit zum Schlafen nutzen. So hatte jeder die Möglichkeit, in Ruhe anzukommen, sich umzusehen und neue Energie für den ersten gemeinsamen Tag zu sammeln.
Anschließend wurde es Zeit, die Gruppe besser kennenzulernen. Bei verschiedenen Kennenlernspielen wurden schnell die ersten Namen gelernt, gemeinsam gelacht und neue Freundschaften geknüpft.
Nach dem anschließenden Mittagessen stand unsere angeleitete Freizeit auf dem Programm. Dabei konnten sich alle selbst aussuchen, worauf sie Lust hatten. Einige lieferten sich spannende Volleyball-Duelle, andere versuchten beim Werwolf-Spiel herauszufinden, wer heimlich zur Werwolfsbande gehörte. Wer es lieber etwas ruhiger mochte, konnte bei einer kleinen Meditation entspannen und nach der langen Busfahrt einmal tief durchatmen (und zu schlafen ;) ).
Zum Abend gab es dann ein leckeres Abendessen, bevor der erste Ferienlagertag mit einem Lagerfeuer seinen perfekten Abschluss fand. Gemeinsam saßen wir am Feuer, genossen die besondere Stimmung und ließen den Abend anschließend mit einer großen Runde Werwolf ausklingen, bei der wirklich alle mitgespielt haben. Es wurde viel diskutiert, gelacht und natürlich auch ordentlich verdächtigt.
Ein schönerer Start in unsere gemeinsame Zeit auf Bolmsö hätte kaum sein können. Jetzt freuen wir uns auf alles, was die nächsten Tage noch für uns bereithalten.
Gute Nacht aus Schweden und bis morgen!
Samstag, 08.08.
Liebes Tagebuch,
diese Nacht habe ich besonders gut geschlafen, denn nach dem langen Anreisetag war ich einfach noch richtig müde. Heute Morgen haben mich dann die ersten Sonnenstrahlen geweckt – und schon kurze Zeit später wurde es schön warm in unserem Zelt.
Gemeinsam mit zwei Betreuern beschäftigten wir uns schon früh mit Spielen und Fußball, bis nach und nach auch die restlichen Betreuer*innen und Kinder aufwachten.
Zum Frühstück gab es heute ein typisch schwedisches Brot: „Vete Kaka“. Auch wenn der Name zunächst etwas gewöhnungsbedürftig klingt, war das Brot super lecker – so lecker, dass ich mir direkt noch eines geschmiert habe. 😋
Nach dem Frühstück starteten dann auch die Großgruppenaktivitäten mit den Betreuer*innen. Wir spielten mehrere Runden „Capture the Flag“ und mussten versuchen, die gegnerische Flagge zu stibitzen. Dabei ging es ganz schön spannend zu und wir brauchten ordentlich Puste! Am Ende gewann das blaue Team … in welchem Team ich war, kann ich dir gerne nach der Fahrt noch einmal erzählen. ;)
Nach einer wohlverdienten Trinkpause spielten wir noch einige Runden „Tick, Tick, BOOOOOMMMM!!!“. Dafür stellten wir uns in einem Kreis auf und mussten einen Ball so schnell wie möglich weitergeben. Bei der Person, bei der das „BOOOOMMM!!!“ ertönte, hieß es: hinsetzen und anfeuern!
Nach einigen Runden schlugen unsere Betreuer*innen schließlich einen kleinen Wettbewerb vor. Wenn sie gewinnen würden, dürften sie sich bei den Mahlzeiten für einen ganzen Tag als Erste am Buffet anstellen. Was für uns aber natürlich viel spannender war: Was können wir gewinnen? Denn unsere Betreuerinnen hatten sich eine coole Überraschung für den heutigen Abend ausgedacht. Was genau es sein würde, wollten sie uns allerdings noch nicht verraten … Schon ganz schön fies, findest du nicht auch?
Nach einer leckeren Bowl, die wir uns selbst zusammengestellt konnten, starteten wir anschließend in das Nachmittagsprogramm. Heute standen viele coole und kreative Workshops auf dem Plan. Wir durften eine Wimpelkette für unseren Pavillon gestalten und nähen, ein eigenes Schild für unsere Zelte entwerfen, Bogenschießen, uns als Rettungsschwimmer "ausbilden" lassen und sogar ein eigenes Hörspiel aufnehmen.
Unser Hörspiel bekommst du allerdings erst später zu hören. Dafür müssen wir nämlich noch die passenden Geräusche aufnehmen und unsere Synchronsprecher*innen ihre Stimmen üben.
Nach der langen und abwechslungsreichen Workshopzeit tauschten wir uns mit den anderen Gruppen aus und erzählten uns gegenseitig, was wir den Tag über alles erlebt und gestaltet hatten. Beim gemeinsamen Abendbrot hatten wir dafür ganz viel Zeit.
Den restlichen Abend machten wir es uns gemütlich in unserem Pavillon und schauten ganz gespannt den Film „Drachenzähmen leicht gemacht“ – Teil 1..
Doch nun muss ich mich langsam hinlegen, denn es ist schon ziemlich spät geworden.
Gute Nacht, liebes Tagebuch!
Sonntag, 09.08.
Liebes Tagebuch,
ich kann kaum glauben, dass der zweite volle Tag schon vorbei ist. Es ist wieder so viel passiert, du wirst es mir nicht glauben.
Heute morgen wurde ich mit Musik geweckt und bin dann direkt zum Frühstück gestürmt. Ich wusste ja schon von gestern, dass es lecker wird, aber heute wurde es nochmal getoppt. Es gab auch wieder Vetekaka, das süße schwedisches Brot, von dem ich dir gestern schon erzählt hab. Das fand ich oberlecker und habe direkt mehrere verspeist.
Nachdem ich mich zurecht gemacht habe, wurden alle Kinder versammelt. Die Ansage war es, sich mit Sonnencreme einzuschmieren, sich eine Kopfbedeckung aufzusetzen, ein Handtuch und eine Flasche zu schnappen. Bepackt mit Schwimmwesten und Paddeln ging es für die Gruppe dann ab zum Strand. Es war mit sonnigen 24°C deutlich wärmer als gestern, aber Limmer noch ein bisschen windig.
Angekommen am See wurde uns dann die anstehende Kanuolympiade erklärt. In sieben Stationen ging es darum alles rund ums Kanufahren zu lernen. Einige Gruppen bewältigten Aufgaben im Wasser, andere bereiteten sich vom Land aus auf anstehende Kanutouren vor. Eine Gruppe erkundete die Nähere Umgebung des Strandes mit Kanu, eine Andere lernte, was man alles für ein Außenlager braucht. Es hat so viel Spaß gemacht, dass ich die Zeit vergessen habe, denn es gab direkt danach Mittag. Heute war es besonders schmackhaft, denn es gab Fischstäbchen mit Kartoffelbrei, Erbsen und Spinat. Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber alle Kinder waren begeistert vom Gemüse und vom restlichen Essen sowieso. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging das Programm dann weiter. Wir beendeten unsere Workshops von gestern. Jetzt hängt im Küchenzelt eine Girlande und alle Zelte haben ein personalisiertes Schild. Kurz vorm Abendbrot haben wir dann noch ein neues Spiel mit Wasserbomben gespielt. Dabei ging es darum eine Wasserbombe von einem Handtuch auf ein anderes zu werfen.
Das Abendessen war zwar wieder super lecker, aber nicht das Highlight des Abends.
Denn nach dem Essen gab es eine große Runde Werwolf, bei der fast alle mitgespielt haben. Die Runde ging super lang und alle waren höchstkonzentriert. Am Ende haben die Verliebten gewonnen, das hab ich ja so noch nie erlebt.
Ausgepowert und glücklich sind dann alle ins Bett gegangen.
Ich freu mich schon auf morgen, da fahren wir nämlich nach Ljungby.
Bis dann!
Montag, 10.08.
Liebes Tagebuch,
heute ging es für uns in die Stadt Lyngby. Nach einer gemeinsamen Busfahrt machten wir uns in Kleingruppen auf den Weg, um die Stadt zu erkunden.
Natürlich durfte dabei ein Besuch in den Supermärkten nicht fehlen. Wir hielten Ausschau nach interessanten schwedischen Spezialitäten und fanden dabei so einige Sachen, die wir unbedingt ausprobieren mussten. Besonders die neuen Süßigkeiten wurden natürlich direkt einem ausführlichen Tastetest unterzogen mit sehr unterschiedlichen Meinungen. Von „richtig lecker“ bis „das muss ich kein zweites Mal essen“ war alles dabei.
Zwischendurch wurde natürlich auch ordentlich gespielt. Auf einem Spielplatz wurde kurzerhand eine Runde Fangen gestartet, bei der noch einmal alle Energie herausgelassen werden konnte.
Nach einem erlebnisreichen Tag voller Einkäufe, neuer Süßigkeiten und vieler gemeinsamer Erlebnisse ging es mit dem Bus wieder zurück ins Camp. Während wir auf die Hotdogs warteten, bildeten wir spontan einen kleinen Tanzkreis. Mit Musik, Tanzen und guter Laune ließen wir den Tag gemeinsam ausklingen.
Dienstag, 11.08.
Liebes Tagebuch,
heute war ein sehr aufregender Tag. Denn heute stand das erste Außenlager auf dem Plan. Oder besser: die ersten Außenlager - plural. Fast die Hälfte aller Kinder wollte mitmachen, sodass zwei Gruppen gebildet wurden. Eine fuhr auf eine der kleinen umliegenden Inseln und die andere Gruppe ging hier auf dem Land, in der Nähe vom Hauptcamp, in ein Außenlager. Der Rest blieb im Hauptcamp. Ich wollte unbedingt auf die Insel. Wenn schon Außenlager, dann so richtig.
Nach dem Frühstück fanden wir uns in unseren jeweiligen Gruppen zusammen und planten, was wir alles brauchen und mitnehmen müssen, damit nichts schief läuft. Das ging ziemlich schnell und so hatten wir noch ein bisschen Zeit vor dem Mittagessen zum Spielen. Es gab Putencurry und vegetarisches Curry mit Reis - war zwar ziemlich scharf, aber lecker.
Als alles aufgegessen war, machten wir uns bereit in die Außenlager. Wir gingen mit unseren ganzen Sachen zur Badestelle, wo auch die Boote sind. Drei davon machten wir startklar und als das Gepäck verstaut war, stachen wir in See. Die Überfahrt zur Insel dauerte ein bisschen, weil wir gegen den Wind paddeln mussten, doch irgendwann waren wir da. Wir machten sofort die Insel unsicher und erkundeten die Gegend, bis wir von den Betreuern zurückgerufen wurden. Wir mussten ja erstmal die Zelte aufstellen und diese beziehen, bevor es dunkel wurde. Schnelle Handgriffe hier, gutes Zusammenarbeiten da und im Nu standen die Zelte. Natürlich brauchten wir auch ein Lagerfeuer. Dafür brauchten wir Feuerholz. Das lag verteilt auf der Insel in Form von Totholz herum. Nach einer guten Sammelaktion hatten wir ausreichend Holz fürs Feuer und eine geeignete Stelle war auch schnell hergerichtet. Somit hatten wir noch ein bisschen Zeit um zu Baden.
Währenddessen wurde auch schon das Abendessen vorbereitet und das Feuer angemacht. Als Überraschung gab es nach dem Abendessen Marshmallows. Anschließend saßen wir noch ganz entspannt am Feuer, bis wir nach und nach immer müder wurden und ins Bett fielen.
Gute Nacht und bis morgen
Mittwoch, 12.08.
Siedeln, sammeln und eine eigene Burg bauen
Liebes Tagebuch,
heute Morgen starteten wir erst einmal ganz entspannt mit dem Frühstück. Während wir noch zusammensaßen, kamen nach und nach auch die Gruppen zurück, die gestern zu ihren Außenlagern aufgebrochen waren. Damit waren wir endlich wieder alle gemeinsam im Camp.
Bevor es mit dem eigentlichen Programm losgehen konnte, stand aber erst einmal ein großer Campputz an. Gemeinsam wurde aufgeräumt, gefegt und alles wieder an seinen richtigen Platz gebracht. Viele Hände schaffen bekanntlich schnell ein Ende und so konnten wir uns danach das Mittagessen schmecken lassen.
Dann wurde es spannend, denn heute stand unser großes Siedler von Catan Großgruppenspiel auf dem Programm.
Wie beim echten Catan ging es darum, möglichst viele verschiedene Ressourcen zu sammeln. Dafür waren überall auf dem Gelände und rund um unser Camp verschiedene Personen und Stationen verteilt. Mit den gesammelten Rohstoffen konnten wir Tische und Bänke kaufen und daraus unsere eigenen Residenzen errichten. Natürlich durfte man nicht einfach irgendwo drauflosbauen. Vorher musste das Bauvorhaben ordnungsgemäß beim Bürgermeister angemeldet werden.
Aus drei Bänken entstand eine Hütte, aus vier Bänken ein Haus und wer vier Bänke und einen Tisch zusammenbekam, konnte sogar eine eigene Burg errichten. Je größer das Gebäude, desto mehr Punkte gab es dafür. Jede Gruppe musste also selbst überlegen, was sie mit ihren Ressourcen bauen wollte.
Aber an die Rohstoffe zu kommen, war gar nicht so einfach.
Bei der Strohfrau mussten wir in der Küche und in der Scheune mit anpacken und verschiedene Aufgaben erledigen. Wer Holz brauchte, musste zum Förster und Feuerholz sammeln.
Besonders lustig wurde es beim Hirten und seiner Hirtin. Die Hirtin war ständig irgendwo im Camp unterwegs und hatte wirklich eine ganze Menge zu erzählen. Der Hirte stellte uns Fragen, die allerdings nur die Hirtin beantworten konnte. Also mussten wir sie erst einmal finden und dann irgendwie dazu bringen, uns genau die Informationen zu verraten, die wir brauchten. Wer das schaffte, bekam ein Schaf.
Für Erz mussten wir sogar aufs Wasser. Mit dem Kanu wurden Erze zu einem anderen Hafen transportiert. Als Lohn durften wir anschließend eines davon behalten. An einer weiteren Station hieß es Fischernetze einholen oder auswerfen, um an Fisch zu kommen.
Auch die Töpferin brauchte unsere Hilfe. Wegen ihres Rückens konnte sie das benötigte Wasser nicht mehr selbst zur Töpferei bringen. Also mussten wir Wasser durch einen Parcours transportieren. Wer ihr erfolgreich half, wurde dafür mit Lehm belohnt.
Ganz ungefährlich war das Leben auf Bolmsö heute allerdings nicht. Eine Räuberin zog durch das Land und hatte es auf unsere hart erarbeiteten Ressourcen abgesehen. Sie konnte plötzlich auftauchen und uns bestehlen. Noch gemeiner war allerdings, dass andere Gruppen Ritterkarten kaufen und anschließend würfeln konnten, um die Räuberin ganz gezielt auf ihre Konkurrenz anzusetzen. Mit etwas Glück wechselte dann sogar eine unserer wertvollen Bänke unfreiwillig den Besitzer.
Und über allem wachte natürlich der König. Seine Majestät zog durch sein Reich, kümmerte sich fürsorglich um sein Volk und sorgte dafür, dass alles seine Ordnung hatte. Zumindest meistens. Gelegentlich wurden nämlich ganz spontan Steuern erhoben oder die benötigten Ressourcen kurzerhand geändert. Schließlich darf ein König in seinem eigenen Reich auch ein bisschen königlich entscheiden.
So wurde über den ganzen Nachmittag gesammelt, gehandelt, gebaut, verhandelt, geraubt und immer wieder neu geplant. Nach einigen Stunden standen schließlich überall Hütten, Häuser und Burgen und es wurde Zeit auszurechnen, welche Gruppe die meisten Punkte gesammelt hatte.
Nach so viel Arbeit hatten wir uns unser Abendessen wirklich verdient.
Danach versammelten wir uns zur großen Siegerehrung. Die Gewinnergruppe wurde nicht einfach nur verkündet, sondern bekam die Ehre, vom König höchstpersönlich zum Ritter geschlagen zu werden. Damit fand unser kleines Königreich einen würdigen Abschluss.
Anschließend hatten wir noch etwas Freizeit, bevor es langsam Zeit wurde, den Tag zu beenden. Und wie könnte man die Nachtruhe besser einläuten als mit einem Lied, das inzwischen wirklich jeder hier kennt?
„Zähneputzen, pullern und ab ins Bett!“
Und genau das haben wir dann auch gemacht.
Gute Nacht aus Bolmsö und bis morgen!
Donnerstag, 13.08.
Liebes Tagebuch,
heute sind wir in die Zeit der Wikinger gereist, also genauer über 1.000 Jahre in die Vergangenheit. Die Wikinger haben damals sogar in Bolmsö gelebt, genau da wo wir jetzt Campen.
Los ging es aber natürlich erst einmal mit dem Frühstück. Doch direkt bevor sich die erste Gruppe etwas zu essen holen durfte, hatte Paul noch eine Geschichte für uns. Und die passte ziemlich gut zu unserem heutigen Tag, denn es ging um die Sage vom Schwert Tirfing.
Tirfing war der Sage nach ein ganz besonderes Schwert. Zwei Zwerge wurden gezwungen, es zu schmieden. Es sollte niemals rosten, selbst Eisen und Stein durchschneiden können und seinem Besitzer im Kampf den Sieg bringen. Allerdings waren die Zwerge von der ganzen Sache wenig begeistert und belegten das Schwert mit einem Fluch. Jedes Mal, wenn Tirfing gezogen wurde, sollte es den Tod eines Menschen fordern.
Irgendwann gelangte das Schwert in die Hände des Berserkers Arngrim. Und genau hier wird es für uns besonders spannend: Teile der alten Sage werden mit Bolmsö in Verbindung gebracht. Der Ort „Bolm“ aus der Geschichte wird traditionell als Bolmsö gedeutet und Arngrim soll hier mit seiner Familie gelebt haben. Das Schwert Tirfing ist deshalb bis heute Teil des Wappens von Bolmsö.
Nach dem Frühstuck wollten wir also dann herausfinden, ob es noch was von den Wikingern zu entdecken gibt. Gemeinsam mit Mats machten wir uns auf zu einer Wikingerwanderung über das Gelände. Dabei besuchten wir unter anderem die alten Hühnengräber auf Bolmsö und erfuhren einiges über die Geschichte dieses Ortes. Besonders beeindruckend war, dass das Gelände, auf dem wir gerade unser Ferienlager verbringen, schon mindestens seit dem 15. Jahrhundert im Besitz von Mats Familie ist. Also ist Mats wahrscheinlich ein Nachfahre richtiger Wikinger. Plötzlich fühlte sich Geschichte gar nicht mehr so weit entfernt an.
Passend dazu gab es zum Mittagessen einen Wikingereintopf. Darin waren Zutaten die die Wikinger auch hatten. Sowie Bohnen und Kohl. Den fande ich Super lecker.
Am Nachmittag wurde aus Zuhören dann Ausprobieren.
Wir teilten uns in sieben Gruppen auf und zogen von Station zu Station. An jeder davon lernten wir einen anderen Teil des Lebens der Wikinger kennen. Dabei mussten wir ziemlich schnell feststellen, dass Wikinger im echten Leben doch etwas anders waren, als Filme und Serien uns manchmal glauben lassen.
Wir beschäftigten uns mit Runen und probierten uns im Bogenschießen (Hier geht ein großer Dank raus an den BSSC Olympia, der uns netterweise Bögen, Pfeile und Dämpfer zur verfügung gestellt hat). Wir erfuhren etwas über die Ess- und Trinkkultur und kochten unseren eigenen alkoholfreien „Met“. An einer anderen Station lernten wir Sportarten und Spiele kennen, mit denen sich die Wikinger die Zeit vertrieben haben.
Sogar unsere eigene Butter haben wir hergestellt. Aus Sahne wurde mit ziemlich viel Bewegung und etwas Geduld tatsächlich Butter.
Natürlich durften auch die alten Sagen nicht fehlen. Wir beschäftigten uns noch einmal genauer mit den Geschichten, die über Generationen weitererzählt wurden. Außerdem wurde gewebt und wir bauten kleine Flöße. So konnten wir an einem einzigen Nachmittag ganz unterschiedliche Seiten des Wikingerlebens kennenlernen.
Nach sieben Stationen, ziemlich vielen neuen Eindrücken und wahrscheinlich auch dem ein oder anderen Muskel vom Buttermachen kamen schließlich alle Gruppen wieder zusammen.
Dann gab es Abendbrot. Aber ganz vorbei war er damit aber noch nicht. Später machten wir uns noch einmal gemeinsam zu einem Nachtspaziergang auf. Bolmsö sieht im Dunkeln schließlich noch einmal ganz anders aus als am Tag. Nach unserer Runde ging es zurück ins Camp und dann war es auch wirklich Zeit für die Nachtruhe.
Nach einem ganzen Tag voller Wikinger, Runen, Sagen, Bogenschießen, Handwerk und Wanderung fielen die meisten von uns vermutlich ziemlich schnell ins Bett.
Gute Nacht aus Bolmsö und bis morgen!
Freitag, 14.08.
Wasserschlacht und Kinder an die Macht!
Liebes Tagebuch,
heute begann unser Tag noch ziemlich friedlich. Nach dem Frühstück nutzten einige von uns die Zeit zum Baden, während für andere schon die Vorbereitungen für das nächste kleine Abenteuer liefen. Denn heute sollten wieder einige Gruppen ins Außenlager aufbrechen.
Also hieß es Sachen zusammensuchen, Rucksäcke packen und gemeinsam kontrollieren, ob auch wirklich alles dabei ist, was man für eine Nacht außerhalb unseres Camps braucht.
Bevor es losging, gab es aber erst einmal Mittagessen. Kartoffeln mit Quark standen auf dem Speiseplan und danach machten sich unsere Außenlagergruppen auf den Weg.
Für sie begann damit ihr ganz eigenes Abenteuer abseits des Hauptlagers. Und auch dort wurde es alles andere als langweilig. Am Abend wurde Feuer gemacht und die Gruppen konnten die Zeit draußen und weit weg vom normalen Campalltag genießen.
Beim Survival-Außenlager war der Name natürlich Programm. Hier ging es darum, mit einfachen Mitteln draußen zurechtzukommen, gemeinsam Lösungen zu finden und sich an verschiedenen Survival-Aufgaben auszuprobieren.
Eine andere Gruppe hatte sich sogar für ein zweitägiges Außenlager auf einer Insel entschieden. Dort warteten ebenfalls jede Menge besondere Erlebnisse auf die Gruppe. Zwei Tage gemeinsam auf einer Insel zu verbringen, weit weg vom Trubel des Hauptlagers, ist schließlich etwas, das man auch nicht jeden Tag erlebt. Was dort alles passiert ist, werden wir uns bestimmt noch eine ganze Weile erzählen.
Für alle, die im Hauptlager geblieben waren, ging es währenddessen noch einmal zum Baden.
Was die meisten zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wussten: Während wir am Wasser waren, verwandelte sich ein Teil unseres Camps langsam in eine Arena.
Tische und Boote wurden so aufgestellt, dass überall kleine Verstecke und Deckungen entstanden. Dazwischen wurden Wasserbomben, Wasserpistolen und nasse Schwämme verteilt. Weitere Wasserbomben wurden heimlich auf dem gesamten Spielfeld versteckt.
Als wir zurückkamen, war alles vorbereitet.
Zum Start stellten wir uns rund um die Arena auf. In der Mitte warteten die ersten Wasserbomben, Pistolen und Schwämme auf uns. Ein bisschen wie bei den Hunger Games wusste jeder: Sobald das Spiel beginnt, heißt es losrennen, sich irgendetwas schnappen und möglichst schnell wieder Deckung suchen.
Dann fiel das Startsignal.
Alle stürmten gleichzeitig in die Mitte und wenige Sekunden später flog das Wasser kreuz und quer durch die Arena. Hinter Tischen wurde Deckung gesucht, Wasserbomben flogen durch die Luft und mit den Wasserpistolen wurde alles ins Visier genommen, was sich bewegte.
Wer keine Munition mehr hatte, musste sich auf die Suche nach den versteckten Wasserbomben machen und dabei hoffen, nicht selbst entdeckt zu werden.
Am Ende gab es eigentlich nur ein wirklich eindeutiges Ergebnis:
Alle waren komplett nass.
Und genau so sollte es sein.
Nach der Wasserschlacht konnten wir uns wieder trocknen, umziehen und ein bisschen zur Ruhe kommen. Später gab es Abendbrot und anschließend versammelten wir uns am Lagerfeuer. Dort warteten Stockbrot und Marshmallows auf uns und nach dem ziemlich wilden Nachmittag wurde es langsam gemütlicher.
Am Feuer gab es dann aber noch eine wichtige Ankündigung.
Am kommenden Dienstag heißt es bei uns nämlich:
Kinder an die Macht!
An diesem Tag sollen nicht die Erwachsenen bestimmen, wie unser Lagertag aussieht. Stattdessen übernehmen wir Kinder das Ruder und dürfen unseren Tag möglichst komplett selbst planen, organisieren und durchführen. Die Betreuer unterstützen uns natürlich dabei, aber die Entscheidungen sollen von uns kommen.
Damit das funktioniert, findet am Sonntag eine große Versammlung statt. Dort müssen wir uns erst einmal einigen, was wir am Dienstag überhaupt machen wollen. Außerdem sollen ein Bürgermeister und ein Küchenchef gewählt werden. Und wer weiß, vielleicht fallen uns bis dahin noch ein paar weitere Ämter ein, die unser kleines Ferienlager unbedingt braucht.
Wir sind auf jeden Fall gespannt, was dabei herauskommt und ob die Erwachsenen am Dienstag überhaupt noch etwas zu melden haben.
Nach der Ankündigung wurde der Abend am Feuer wieder ganz entspannt. Es gab Stockbrot, Marshmallows und viele gute Gespräche. Einige saßen einfach nur am Feuer und genossen den Abend, andere erzählten noch von der Wasserschlacht und natürlich wurde auch schon ein bisschen darüber diskutiert, was wir wohl machen würden, wenn am Dienstag tatsächlich die Kinder das Sagen haben.
Irgendwann ging aber auch dieser Tag zu Ende und es wurde Zeit für die Nachtruhe.
Während es für uns im Hauptlager ins Bett geht, verbringen unsere Außenlager ihre Nacht noch draußen. Einige am Feuer, einige mitten im Survival-Abenteuer und eine Gruppe sogar auf ihrer eigenen Insel.
Gute Nacht aus Schweden und bis morgen!
Samstag, 15.08.
Wikinger-Schach, königlicher Besuch und Disco!
Liebes Tagebuch,
heute starteten wir mit einem ordentlichen Bauernfrühstück in den Tag. Und das war auch nötig, denn direkt danach wartete eine Aufgabe auf uns, bei der wirklich alle Hände gebraucht wurden: großer Campputz!
Einmal quer durchs ganze Lager wurde aufgeräumt, gefegt, sortiert und alles wieder an seinen Platz gebracht. Nach mittlerweile einigen Tagen auf Bolmsö sammelt sich schließlich so einiges an. Gemeinsam waren wir aber ziemlich schnell und danach konnte sich unser Camp wieder sehen lassen.
Währenddessen gab es auch ein Wiedersehen. Unser Survival-Außenlager kam zurück. Nach der Zeit außerhalb des Hauptlagers hatten die Teilnehmer natürlich einiges zu erzählen und waren wahrscheinlich auch ganz froh, wieder eine richtige Mahlzeit aus unserer Küche vor sich zu haben.
Und die gab es kurz darauf auch. Zum Mittagessen wartete eine große Portion Gemüselasagne auf uns.
Im Laufe des Tages gab es dann auch Neuigkeiten von unserem zweitägigen Außenlager auf der Insel. Eigentlich sollte die Gruppe noch länger dort bleiben. Da für morgen allerdings starker Wind angekündigt wurde, haben wir uns vorsichtshalber dazu entschieden, das Außenlager etwas früher zu beenden. So konnte die Gruppe noch bei guten Bedingungen zurückfahren und alle kamen entspannt und sicher wieder im Hauptlager an. Das Inselabenteuer war damit zwar etwas kürzer als ursprünglich geplant, aber deshalb natürlich nicht weniger cool. Die Gruppe hatte trotzdem eine richtig gute Zeit und einiges zu erzählen, als sie wieder bei uns im Hauptlager ankam.
Während die letzten Außenlager zurückkehrten, begann bei uns bereits das nächste Großereignis des Tages:
Das große Wikinger-Schach-Turnier
Über den Nachmittag verteilt traten die verschiedenen Teams gegeneinander an. Und auch wenn Wikinger-Schach erst einmal recht einfach aussieht, entwickelten sich einige wirklich spannende Partien. Es wurde geworfen, getroffen, daneben geworfen, gejubelt und mitgefiebert. Manche Spiele schienen schon fast entschieden und drehten sich dann doch noch einmal komplett.
Kurz vor dem Abendessen standen schließlich die letzten Spiele des Tages an. Und für diese betraten die Betreuer das Spielfeld.
Einfach nur zwei Mannschaften aufzustellen und Wikinger-Schach zu spielen wäre allerdings ein bisschen langweilig gewesen. Also bekam jedes Team natürlich einen angemessenen Einmarsch.
Auf dem ersten Feld wurde es sogar königlich.
König Basti, der Erste seines Namens, ließ es sich nicht nehmen, höchstpersönlich anzutreten. Gemeinsam mit seinem Gefolge zog seine Majestät auf das Spielfeld und stellte sich einem Gegner, der vermutlich wie kein anderer wusste, wie man mit Holz umgeht: Team Küche.
Die Küchencrew erschien selbstverständlich in standesgemäßer Arbeitskleidung und marschierte in Schürzen auf das Feld. Damit hieß es plötzlich Krone gegen Kochschürze und königliches Gefolge gegen Küchenmannschaft.
Während auf dem einen Feld noch um die Vorherrschaft im Königreich gekämpft wurde, wurde es auf dem anderen sportlich.
Dort betrat zunächst eine Paddel-Crew das Feld. Natürlich in Schwimmwesten. Nur ein Kanu fehlte irgendwie.
Davon ließ sich die Gruppe allerdings nicht aufhalten. Beim Einmarsch wurde kurzerhand in der Luft gerudert und gestrampelt, als würde das Team gerade gemeinsam in einem unsichtbaren Kanu über den Bolmen paddeln. Vermutlich einer der ungewöhnlicheren Einmärsche, die unser Wikinger-Schach-Platz bisher gesehen hat.
Auf der anderen Seite wartete allerdings ein mindestens genauso motivierter Gegner: Union Berlin.
Die Mannschaft zog unter der Vereinshymne aufs Feld und spätestens jetzt hatte unser kleines Wikinger-Schach-Turnier endgültig die Atmosphäre eines großen Sportereignisses. Es fehlten eigentlich nur noch die Fernsehkameras.
So wurden die letzten Spiele vor dem Abendessen noch einmal zu einem echten Spektakel. Es wurde angefeuert, gelacht und natürlich trotzdem mit dem nötigen sportlichen Ehrgeiz um jeden einzelnen Holzklotz gekämpft.
Danach war erst einmal Zeit fürs Abendessen.
Eigentlich wäre unser Tag damit langsam in einen ruhigeren Abend übergegangen. Doch durch die frühere Rückkehr des Insel-Außenlagers hatte sich ganz unerwartet noch eine Möglichkeit ergeben.
Wir waren wieder alle da.
Und wenn alle wieder da sind, kann man natürlich auch gemeinsam feiern.
Also veranstalteten wir spontan eine Disco!
Die Musik wurde aufgedreht und ziemlich schnell zeigte sich, dass das eine sehr gute Entscheidung gewesen war. Die Tanzfläche war voll, es wurde gesungen, getanzt und gefeiert und die Disco wurde zu einem riesigen Erfolg. Die Stimmung war so gut, dass wir den Abend sogar eine halbe Stunde länger laufen ließen als unsere normale Nachtruhe.
Aber irgendwann muss leider auch die beste Disco enden.
Und inzwischen braucht bei uns eigentlich niemand mehr auf die Uhr zu schauen, um zu wissen, wann es Zeit fürs Bett wird. Dafür gibt es schließlich unseren ganz eigenen musikalischen Hinweis.
Also schallte zum Abschluss noch einmal der mittlerweile wohl bekannteste Song unseres Ferienlagers über den Platz:
„Zähneputzen, pullern und ab ins Bett!“
Damit ging ein ereignisreicher Tag voller Außenlagergeschichten, Wikinger-Schach, königlicher Auftritte, ziemlich kreativer Einmärsche und einer richtig guten Disco zu Ende.
Gute Nacht aus Bolmsö und bis morgen!
Sonntag, 16.08.
Frisch gebadet, Wahlen und Werwölfe
Liebes Tagebuch,
heute starteten wir wie gewohnt gemeinsam mit dem Frühstück in den Tag. Danach stand wieder Waschtag auf dem Programm.
Für uns hieß das allerdings nicht einfach nur Schlange stehen vor den Duschen. Ein Teil konnte ganz normal duschen gehen, während es für die anderen mit unserem Öko-Shampoo ab zum Baden ging. So wurde der Bolmen kurzerhand zur wahrscheinlich größten Badewanne Schwedens. Natürlich haben wir darauf geachtet, dass dafür nur Shampoo verwendet wurde, das für die Umwelt geeignet ist. Am Ende waren auf jeden Fall alle wieder frisch und sauber.
Während die einen noch mit Shampoo und Wasser beschäftigt waren, ging auf dem Platz unser Wikinger-Schach-Turnier weiter. Die nächsten Mannschaften traten gegeneinander an und kämpften um den Einzug in die nächsten Runden.
Nach Baden, Duschen und Wikinger-Schach hatten wir uns das Mittagessen verdient. Und das konnte sich heute wirklich sehen lassen: Es gab Nudeln mit einer richtig guten Käse-Sahne-Soße. Die kam so gut an, dass der eine oder andere vermutlich auch noch eine weitere Portion geschafft hätte.
Nach dem Mittagessen wurde es dann ein bisschen offizieller, denn eine wichtige Sache musste vorbereitet werden.
Kinder an die Macht!
Am Dienstag übernehmen wir Kinder das Camp. Damit dieser Tag aber nicht einfach im völligen Chaos endet, mussten heute erst einmal einige Entscheidungen getroffen werden.
Also kamen wir zu unserer großen Besprechung zusammen. Zuerst wurde überlegt, welche Ämter wir für unseren eigenen Lagertag überhaupt brauchen. Natürlich musste jemand an der Spitze stehen und so wurde ein Bürgermeister gewählt. Auch die Küche braucht an diesem Tag jemanden, der den Überblick behält, weshalb außerdem ein Küchenchef bestimmt wurde.
Dabei blieb es aber nicht. Gemeinsam wurde überlegt, welche weiteren Ämter und Aufgaben sinnvoll sind und wer welche Verantwortung übernehmen möchte. Schließlich bedeutet „Kinder an die Macht“ nicht nur, dass man bestimmen darf. Wenn wir einen ganzen Tag selbst gestalten wollen, müssen wir uns auch darum kümmern, dass er funktioniert.
Also wurde über das Programm gesprochen, das Essen geplant und Aufgaben verteilt. Wir haben gemeinsam überlegt, welche Pflichten übernommen werden müssen und welche Rechte die verschiedenen Ämter haben. Wer kümmert sich wann um was? Was wollen wir essen? Was soll an unserem Tag passieren? Und natürlich auch die ganz wichtige Frage: Wer entscheidet eigentlich was?
Nach einigen Diskussionen, Ideen und Entscheidungen nahm unser Kindertag langsam Gestalt an. Jetzt sind wir ziemlich gespannt, wie gut unsere Planung am Dienstag tatsächlich funktioniert und ob die Betreuer dann überhaupt noch gebraucht werden.
Nach so viel Politik und Organisation war erst einmal Freizeit angesagt. Wir konnten machen, worauf wir Lust hatten, und natürlich öffnete auch unser Kiosk wieder seine Türen. Dort konnte wieder die eine oder andere kleine Leckerei erworben werden.
Irgendwann war es dann auch schon wieder Zeit fürs Abendessen.
Danach versammelten wir uns am Lagerfeuer und ließen den Tag gemeinsam ausklingen. Ganz ruhig blieb es allerdings nicht, denn am Feuer starteten wir noch eine richtig große Runde Werwolf.
Plötzlich war niemandem mehr zu trauen. Es wurde beschuldigt, verteidigt, diskutiert und versucht herauszufinden, wer von uns nur ein harmloser Dorfbewohner war und wer nachts heimlich durch unser kleines Dorf zog.
Nach einigen ziemlich wilden Verdächtigungen ging schließlich auch dieser Tag zu Ende.
Jetzt sind alle wieder sauber, unser Wikinger-Schach-Turnier ist ein Stück weiter und vor allem steht langsam der Plan für unseren großen Kindertag.
Ob wir Kinder das Camp am Dienstag wirklich besser im Griff haben als die Erwachsenen?
Wir werden es herausfinden!
Gute Nacht aus Bolmsö und bis morgen!
Montag, 17.08.
Ein Tag in Halmstad
Liebes Tagebuch,
heute klingelte der Wecker für uns ein bisschen früher als sonst. Schließlich hatten wir einiges vor und wollten möglichst viel von unserem Tag haben. Heute hieß es nämlich: Wir fahren nach Halmstad!
Bevor es losgehen konnte, musste aber natürlich für Verpflegung gesorgt werden. Beim Frühstück wurde deshalb nicht nur direkt gegessen, sondern gleichzeitig fleißig geschmiert und gepackt. Jeder stellte sich sein eigenes Lunchpaket für den Tag zusammen, damit wir unterwegs gut versorgt waren. Dann noch schnell kontrollieren, ob wirklich alle ihre Sachen dabeihatten und schon konnte es losgehen.
Nach den letzten Tagen mitten in der Natur auf Bolmsö war es eine schöne Abwechslung, mal wieder eine größere schwedische Stadt zu erkunden.
In Halmstad angekommen, ging es nach einer kurzen Besprechung in kleineren Gruppen selbstständig los. So konnten wir die Stadt auf eigene Faust entdecken und selbst entscheiden, worauf wir Lust hatten. Die einen schlenderten durch die Geschäfte, andere erkundeten die Straßen und Plätze der Stadt oder suchten sich einen schönen Ort für eine Pause. Natürlich durfte dabei auch das eine oder andere schwedische Mitbringsel oder etwas Süßes nicht fehlen.
Zwischendurch wurden die morgens vorbereiteten Lunchpakete ausgepackt und dann ging es weiter. Gerade nach den letzten Tagen, an denen wir fast ausschließlich gemeinsam als große Gruppe unterwegs waren, war es ziemlich cool, Halmstad einmal in den eigenen kleinen Gruppen erkunden zu können. Dabei mussten wir natürlich auch selbst ein bisschen Verantwortung übernehmen, auf die Zeit achten und dafür sorgen, dass unsere Gruppe vollständig blieb.
Nach einigen Stunden voller kleiner Entdeckungen, Stadtluft und wahrscheinlich ziemlich vielen gelaufenen Schritten trafen wir uns wieder und machten uns gemeinsam auf den Rückweg nach Bolmsö.
Und dort wartete zum Glück schon genau das richtige Essen auf eine hungrige Gruppe nach einem langen Ausflugstag:
Burger!
Kaum waren wir zurück im Camp, konnten wir uns direkt stärken. Nach dem frühen Aufstehen, der Fahrt und einem ganzen Tag unterwegs schmeckten die natürlich besonders gut.
Eigentlich war für den Abend noch einmal ein gemütliches Lagerfeuer mit einer großen Runde Werwolf geplant. Das hatte uns gestern schließlich so gut gefallen, dass wir direkt Lust auf eine Wiederholung hatten. Das schwedische Wetter hatte allerdings andere Pläne und der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung.
Also wurde kurzerhand umgeplant und stattdessen Freizeit angeboten.
Und ganz ehrlich: Nach einem langen Tag in Halmstad kam das gar nicht so ungelegen. Nach den vielen Eindrücken, den kleinen Abenteuern in der Stadt und einem Tag auf den Beinen war die freie Zeit ziemlich gefragt. Einige machten es sich gemütlich, andere verbrachten die Zeit mit Freunden, spielten etwas oder ließen einfach den Tag in Ruhe ausklingen.
Manchmal muss es eben gar kein großes Abendprogramm sein. Nach einem ereignisreichen Tag tat es auch einfach gut, ein bisschen Zeit für sich und miteinander zu haben.
So wurde es trotz Regen ein entspannter Abschluss für unseren Ausflugstag und irgendwann hieß es dann natürlich wieder:
Zähneputzen, pullern und ab ins Bett!
Gute Nacht aus Bolmsö und bis morgen!
Dienstag, 18.08.
Kinder an die Macht!
Liebes Tagebuch,
heute war es endlich so weit. Nach der großen Planung am Sonntag hieß es heute bei uns: Kinder an die Macht!
Für einen ganzen Tag übernahmen die Kinder das Camp und damit nicht nur das Programm, sondern auch jede Menge Verantwortung. Schließlich hatten sie sich am Sonntag selbst überlegt, wie ihr perfekter Lagertag aussehen soll, Ämter verteilt, Aufgaben besprochen und einen Tagesplan aufgestellt. Heute durften sie zeigen, wie gut ihre Planung funktioniert.
An der Spitze unseres kleinen Lagers stand für diesen Tag Bürgermeister Leo, während Küchenchefin Luna gemeinsam mit ihrem Team dafür sorgte, dass auch kulinarisch alles nach Plan lief.
Und damit ging es direkt beim Frühstück los. Statt sich einfach an den gedeckten Tisch zu setzen, wurde heute selbst mit angepackt und gemeinsam Rührei für alle zubereitet. So begann der Kindertag schon morgens ganz nach dem Motto: Wer bestimmen möchte, darf auch Verantwortung übernehmen.
Nach dem Frühstück hatten sich die Kinder Baden auf den Plan gesetzt. Praktischerweise ließ sich das direkt mit unserem nächsten Pflichtduschen verbinden. Also ging es gemeinsam ans Wasser und mit unserem Öko-Shampoo in den Bolmen.
Und wenn man schon einmal im Wasser ist, muss man natürlich auch nicht direkt wieder raus. Deshalb wurde aus dem geplanten Baden eine ausgiebige Runde im Bolmen. Es wurde geschwommen, geplanscht und die gemeinsame Zeit am Wasser genossen. So waren am Ende nicht nur alle wieder frisch und sauber, sondern hatten auch einen ziemlich entspannten Vormittag ganz nach ihren eigenen Vorstellungen verbracht.
Nach so viel Zeit im Wasser meldete sich irgendwann ganz von selbst der Hunger und damit war auch schon der nächste Punkt auf dem selbst geplanten Tagesprogramm erreicht. Zum Mittagessen übernahm die Küche wieder und es gab Milchreis.
Dabei zeigte sich allerdings auch, dass ein selbst organisierter Tag manchmal etwas länger dauert als gedacht. Aber genau darum ging es heute schließlich auch. Nicht alles musste perfekt oder möglichst schnell funktionieren. Viel wichtiger war, gemeinsam Entscheidungen zu treffen, Aufgaben zu verteilen und am Ende eine Lösung zu finden.
Nach dem Mittagessen stand ein Punkt auf dem Tagesplan, um den auch ein Kinderparlament leider nicht herumkommt: Campputz.
Den hatten die Kinder bei ihrer Planung selbstständig in den Tagesablauf eingebaut und nun hieß es auch, ihn gemeinsam durchzuziehen. Das Camp wurde wieder auf Vordermann gebracht und danach konnte der angenehmere Teil des Nachmittags beginnen.
Denn die Kinder hatten sich ganz bewusst Freizeit gewünscht. Nach den vielen Aktionen der letzten Tage wollten viele einfach mal ihren eigenen Beschäftigungen nachgehen, etwas mit Freunden machen oder ein bisschen entspannen. Währenddessen öffnete auch unser Kiosk wieder seine Türen. Passend zum heutigen Motto wurde natürlich auch der von den Kindern selbst organisiert und betrieben.
So verging der Nachmittag erstaunlich schnell und irgendwann war schon wieder Zeit fürs Abendessen. Auch dabei wurde noch einmal selbst gekocht und zusätzlich eine Kartoffelsuppe für alle zubereitet.
Für den Abend hatten sich die Kinder dann noch einen ganz besonderen Programmpunkt gewünscht: einen Casinoabend.
Dabei ging es natürlich nicht um echtes Geld oder echtes Glücksspiel, sondern vor allem um einen gemeinsamen Spieleabend in passender Atmosphäre. An verschiedenen Spieltischen konnte ausprobiert, mitgefiebert und gemeinsam gespielt werden. Vorher wurde außerdem darüber gesprochen, warum Glücksspiele im echten Leben mit Vorsicht zu betrachten sind und warum unser Casino heute vor allem eines sein sollte: ein Spiel.
Und genau das wurde es auch.
Es wurde gemeinsam gespielt, gelacht, gewonnen und verloren und vor allem ein richtig schöner Abend miteinander verbracht. Damit fand ein Tag seinen Abschluss, an dem die Kinder einmal selbst erleben konnten, dass Mitbestimmen nicht nur bedeutet, sich die schönsten Programmpunkte auszusuchen. Es bedeutet auch zu planen, Verantwortung zu übernehmen, Kompromisse zu finden und dafür zu sorgen, dass am Ende alle einen guten Tag haben.
Und das haben sie ziemlich gut hinbekommen.
Irgendwann endete dann auch die Amtszeit von Bürgermeister Leo und Küchenchefin Luna und die Macht im Camp ging wieder zurück an die gewohnte Lagerleitung.
Nach einem langen Tag voller eigener Entscheidungen, Verantwortung und ganz viel gemeinsamer Zeit ging es schließlich ins Bett.
Gute Nacht aus Bolmsö und ein großes Dankeschön an unsere heutige Lagerregierung!
Mittwoch, 19.08.
Regen? Macht nichts!
Liebes Tagebuch,
nach unserem Kindertag und dem Casinoabend gestern durften wir heute erst einmal etwas länger schlafen. Ein Ausschlaftag kam da genau richtig und so starteten wir ein bisschen später und ganz entspannt mit dem Frühstück in den Tag.
Ein Blick nach draußen zeigte allerdings ziemlich schnell, was uns heute begleiten würde: Regen. Und davon eine ganze Menge.
Da es den ganzen Tag ordentlich regnen sollte, haben wir kurzerhand umgeplant. Das eigentlich für Donnerstag vorgesehene Programm wurde auf heute vorgezogen und um ein paar Beschäftigungen für einen verregneten Tag ergänzt. Dafür drücken wir jetzt natürlich die Daumen, dass das Wetter morgen etwas besser mitspielt.
Nach dem Frühstück ging es zunächst mit verschiedenen Workshops los. So konnten wir den Vormittag trotz des Wetters gut nutzen und mussten uns vom Regen draußen nicht die Laune verderben lassen.
Zum Mittagessen gab es dann etwas Warmes, das bei diesem Wetter besonders gut passte: Chili con Carne und Chili sin Carne. Gut gestärkt ging es danach mit einem Programmpunkt weiter, bei dem weniger die Beine und dafür umso mehr die Köpfe gefragt waren.
Willkommen bei Jeopardy!
Wir teilten uns in Teams auf und vor uns erschien ein großes Spielbrett mit verschiedenen Kategorien und unterschiedlich schwierigen Fragen. Je schwieriger die Frage, desto mehr Punkte gab es natürlich zu holen.
Auf dem ersten Spielbrett warteten Kategorien wie Paddel-Kids-Allrounder, Schweden Check-in, Geografie, Jugend, Challenges und die Welt der Tiere auf uns. Später gab es noch ein zweites Brett, bei dem unter anderem Flaggen erkannt und bei verschiedenen Liederquizzen das musikalische Wissen unter Beweis gestellt werden musste.
Die Teams durften sich nacheinander eine Kategorie und eine Punktzahl aussuchen. Dann wurde gemeinsam überlegt und eine Antwort abgegeben. Dabei war allerdings ein bisschen Vorsicht angesagt, denn eine falsche Antwort kostete die Hälfte der Punkte, die es eigentlich zu gewinnen gegeben hätte.
Und selbst wenn ein Team danebenlag, war die Frage noch lange nicht vorbei.
Dann kamen nämlich die Buzzer ins Spiel. Die anderen Teams konnten blitzschnell buzzern und versuchen, die richtige Antwort zu geben. Wer richtig lag, bekam die Punkte. Wer sich zu sicher war und ebenfalls falsch antwortete, musste dagegen auch Punkte abgeben.
Damit wurde aus einer eigentlich ganz normalen Quizrunde ziemlich schnell ein kleiner Wettkampf. Es wurde beraten, gerätselt, gebuzzert, gejubelt und sich manchmal vermutlich auch darüber geärgert, dass die richtige Antwort eigentlich schon auf der Zunge lag. Einige Fragen waren schnell gelöst, bei anderen mussten die Köpfe ordentlich rauchen.
Nach zwei großen Spielbrettern stand schließlich unser Gewinnerteam fest. Viel wichtiger war aber, dass alle ziemlich viel Spaß hatten und wir den regnerischen Nachmittag gemeinsam gut genutzt haben.
Nach dem Abendessen zeigte sich dann, dass das Wetter immer noch nicht wirklich Lust auf ein Outdoorprogramm hatte. Da wir bei dem starken Regen lieber in und an unseren Zelten blieben, machten wir es uns stattdessen bei einem Filmabend gemütlich.
Und manchmal passt genau das eben auch perfekt ins Ferienlager. Draußen prasselte der Regen, während wir es uns drinnen gemütlich machten und gemeinsam den Film schauten.
Als der Film vorbei war, wurde es draußen tatsächlich langsam ruhiger und der Regen ließ endlich etwas nach.
Jetzt hoffen wir einfach, dass sich die Wolken über Nacht ordentlich ausgeregnet haben und wir morgen wieder mehr von Bolmsö außerhalb unserer Zelte genießen können.
Aber auch wenn das Wetter heute nicht unbedingt auf unserer Seite war, haben wir uns davon den Tag nicht verderben lassen.
Gute Nacht aus einem heute ziemlich nassen Bolmsö und bis morgen!
Donnerstag, 20.08.
Werwölfe auf Bolmsö
Liebes Tagebuch,
heute begann unser Tag erst einmal ganz friedlich mit dem Frühstück. Danach stand allerdings noch eine Entscheidung aus, auf die wir schon seit einigen Tagen hingearbeitet hatten: das große Finale unseres Wikinger-Schach-Turniers!
Nach vielen Spielen und einigen ziemlich knappen Begegnungen standen sich heute die letzten Teams gegenüber. Und wer unser Turnier in den letzten Tagen verfolgt hat, wusste natürlich: Ein einfaches „Wir gehen jetzt aufs Spielfeld“ reicht bei einem Wikinger-Schach-Finale auf Bolmsö längst nicht mehr aus.
Also wurde auch heute wieder ordentlich aufgefahren. Die Finalteams machten aus ihren Einläufen noch einmal ein richtiges Spektakel und betraten das Spielfeld mit kreativen und ziemlich beeindruckenden Auftritten. Damit war die Stimmung schon vor dem ersten Wurf da und rund um das Feld wurde ordentlich angefeuert.
Danach musste aber natürlich trotzdem noch Wikinger-Schach gespielt werden. Noch einmal wurde um jeden Holzklotz gekämpft, mitgefiebert und gejubelt. Nach vielen Spielen über die vergangenen Tage fiel heute schließlich die letzte Entscheidung und unser diesjähriges Wikinger-Schach-Turnier fand einen würdigen Abschluss.
Danach meldete sich leider ein inzwischen ziemlich bekannter Begleiter zurück: der Regen.
Also wurde das Programm etwas ruhiger und wir hatten erst einmal Freizeit. Nach den vielen Aktionen der vergangenen Tage war das aber gar nicht so schlimm. So konnte jeder ein bisschen das machen, worauf er gerade Lust hatte, und wir warteten gemeinsam darauf, dass sich das Wetter vielleicht doch noch etwas beruhigt.
Zum Mittagessen gab es dann etwas, das ein bisschen mehr Arbeit in der Küche bedeutete, sich dafür aber umso mehr gelohnt hat: selbstgemachte Kartoffelpuffer.
Gut gestärkt wurde es anschließend auf einmal ziemlich düster in unserem Camp.
Das Dorf schläft ein…
Werwolf haben wir in diesem Lager inzwischen schon einige Male gespielt. Heute reichte uns eine normale Runde im Sitzkreis allerdings nicht mehr. Stattdessen wurde aus dem Kartenspiel ein großes Live-Werwolf.
Aus Biertischen entstand ein eigenes kleines Haus, in dem unser Dorf gemeinsam die Nacht verbrachte. Genau wie beim normalen Werwolf bekam jeder eine geheime Rolle. Wenn die Nacht hereinbrach, schlossen alle die Augen und die verschiedenen Rollen standen tatsächlich auf, bewegten sich durch das Haus und verrichteten ihre nächtlichen Werke.
Wenn das Dorf am nächsten Morgen wieder erwachte, war die Nacht zwar vorbei, ausruhen konnte sich aber niemand.
Während der Tagphasen warteten verschiedene Aufgaben und Stationen auf die Bewohner. Dort mussten die Kinder gemeinsam oder gegeneinander kleine Herausforderungen meistern. Wer seine Aufgaben erfolgreich erledigte, konnte sich Stimmrechte für die nächste Bürgerversammlung verdienen.
Und diese Stimmen waren ziemlich wichtig.
Denn regelmäßig kam das ganze Dorf zusammen und es begann das, was bei Werwolf meistens mindestens genauso wichtig ist wie die Nacht: diskutieren, verdächtigen und sich möglichst glaubwürdig verteidigen.
Wer verhält sich plötzlich komisch? Wer beschuldigt auffällig schnell andere? Und warum ist sich jemand eigentlich so sicher, dass er ganz bestimmt kein Werwolf ist?
Nach der Diskussion wurde abgestimmt. Die Person mit den meisten Stimmen wurde aus dem Dorf gewählt und schied aus dem Spiel aus. Dann begann die nächste Nacht und die Werwölfe konnten wieder ihr Unwesen treiben.
So wurde aus unserem bekannten Werwolf plötzlich ein Spiel, bei dem wir selbst mitten im Dorf steckten. Statt nur am Tisch zu sitzen, mussten wir uns bewegen, Aufgaben erfüllen, Stimmen sammeln und gleichzeitig versuchen herauszufinden, wem wir eigentlich noch trauen konnten.
Nach einigen Nächten, Bürgerversammlungen und vermutlich auch der einen oder anderen völlig falschen Anschuldigung war unser Dorfabenteuer schließlich vorbei.
Zum Abendessen konnten sich alle erst einmal wieder vertragen. Es gab Zucchinicremesuppe zusätzlich zu unserem normalen Abendessen und danach hätte der Tag eigentlich ganz gemütlich enden können.
Aber mit den Werwölfen waren wir noch nicht fertig.
Als es draußen dunkel geworden war, machten wir uns zu einer Nachtwanderung auf. Und auch dabei begleitete uns die Welt von Werwolf weiter.
Unterwegs begegneten uns verschiedene bekannte Rollen aus dem Spiel. Amor und die Schwestern spielten ebenso eine Rolle wie die Seherin und die Hexe. In der Dunkelheit von Bolmsö fühlte sich das Ganze natürlich noch einmal ein bisschen anders an als tagsüber im Camp. Zwischen Wald, Dunkelheit und den einzelnen Begegnungen entstand so die passende Stimmung für den Abschluss unseres Werwolf-Tages.
Irgendwann führte uns der Weg schließlich wieder zurück ins Camp.
Damit ging ein Tag zu Ende, an dem aus einem kleinen Kartenspiel für uns gleich ein ganzes Dorf voller Geschichten, Aufgaben und Geheimnisse geworden ist.
Und spätestens heute Abend galt auf Bolmsö wohl mehr denn je:
Traue niemandem. Es könnte ein Werwolf sein.
Gute Nacht aus Bolmsö und bis morgen!
Freitag, 21.08.
Samstag, 22.08.